Foundation Model
Foundation-Model-Training
Selbstüberwachtes Training auf Rohbewegung: strukturierte Ziele aus maskierter Rekonstruktion und Mehransichten-Konsistenz mit Physik-Regularisierung — null Labels, 2D→3D-Lifting als Rekonstruktion gelernt.
Maskierte Rekonstruktion
Das Modell trainiert, indem es rekonstruiert, was es nicht sehen kann. Ein selbstüberwachtes Ziel aus maskierter Rekonstruktion verdeckt Teile jedes Fensters mit sechs strukturierten Maskentypen — von verstreuten Zufallsgelenken und ganzen Zeitblöcken bis zu anatomischen Graphregionen und kombinierten raum-zeitlichen Blöcken — und verlangt vom Netz, die ursprünglichen sauberen 3D-Koordinaten zu rekonstruieren. Jede Maskenfamilie erzwingt eine andere Kompetenz: Zeitblöcke verlangen Bewegungsfortsetzung, Graphregionen anatomische Inferenz, kombinierte Blöcke beides zugleich.
Rekonstruktion allein liefert Detail ohne Ordnung. Ein Mehransichten-Konsistenzziel ergänzt die globale Struktur: Zwei augmentierte Sichten desselben Fensters müssen im Embedding-Raum nahe beieinander landen; Regularisierungsterme verhindern den Kollaps — keine Negativpaare, keine Labels. Die Rekonstruktion liefert Präzision pro Gelenk; die Konsistenz organisiert den Embedding-Raum. Nirgendwo im Training werden Annotationen verwendet.
Zufallsgelenke
Zeitblock
Graphregion
Raum-zeitlicher Block
Physik als Regularisierer
Rekonstruktionsverluste allein erzeugen bereitwillig plausibel wirkenden Unsinn — Knochen, die sich dehnen, Gelenke, die teleportieren. Physik-Regularisierung bestraft genau das: Knochenlängen müssen innerhalb eines Fensters konsistent bleiben, Geschwindigkeits- und Beschleunigungsprofile glatt. Das Ergebnis ist keine Physik-Engine, sondern ein weicher anatomischer Vertrag, der jede Rekonstruktion ein Körper bleiben lässt.
2D→3D-Lifting ist Rekonstruktion
Ein 2D-Skelett ist ein 3D-Skelett durch eine Kamera gesehen — eine Projektion, die die Tiefe verwirft. Das Modell behandelt Lifting deshalb nicht als separate Aufgabe, sondern als Rekonstruktion aus einer verlustbehafteten Sicht: Im Training werden Fenster durch zufällige virtuelle Kameras projiziert, das Ziel ist stets die ursprüngliche 3D-Sequenz. Tiefe wird zu einer weiteren Sache, die maskiert werden kann. Derselbe Forward-Pass, der entrauscht und Lücken füllt, übernimmt auch das Lifting.
Proof-of-Concept-Lauf
Der aktuelle Checkpoint stammt aus einem Proof-of-Concept-Lauf: 8×H100 über 14 Tage — rund 2.700 GPU-Stunden — Ende zu Ende mit null Labels trainiert. Es ist ein Forschungs-Checkpoint, kein Produktmodell; sein gemessenes Verhalten dokumentiert die Evaluationssuite.
Die Daten-Skalierungsleiter
Selbstüberwachung verwandelt Rohmaterial in Trainingssignal; Fähigkeit skaliert mit Daten, nicht mit Annotationsbudgets. Die Leiter unten ist die ehrliche Karte von der Korpusgröße zu dem, was das Modell tragen kann — mit jeder Größenordnung, um die das Trainingskorpus wächst, werden anspruchsvollere Fähigkeiten möglich.
- Proof of ConceptPrototyp
Rekonstruktions-Demos, Konzept-Proben, Archetyp-Clustering — der heutige Stand der Plattform.
- Korpus ×10Roadmap
Bewegungs-Fingerprinting auf Spielerebene, stabil über Sessions hinweg.
- Korpus ×100Roadmap
Longitudinales Form-Tracking und belastbare Populationsnormen.
- Korpus ×1000Forschung
Frühwarnsignale in Bewegungsmustern — die härtesten Aussagen, zuletzt verdient.